Schleswig-Holstein

Erstmal Moin!

Ich bin das nördlichste Bundesland, meerumschlungen von Nord- und Ostsee und flach wie ein Brett. Na ja fast, denn mein höchster Berg erhebt sich immerhin 167 m über den Meeresspiegel – der Bungsberg. Weil bekanntlich alles relativ ist, wurde die verhältnismäßig hügelige Region um den Bungsberg kurzerhand “Holsteinische Schweiz” getauft.

 

Dass man bei uns “schon heute sehen kann, wer morgen zu Besuch kommt” liegt auch daran, dass nur wenige Waldgebiete die weite Sicht behindern. Dennoch gibt es bei uns einige bemerkenswerte Bäume zu bestaunen. Ein Baum, die Dodauer Bräutigamseiche, hat sogar eine eigene Postanschrift :

Bräutigamseiche, Dodauer Forst, 23701 Eutin.

Schreibt ihm doch mal, aber wundert Euch nicht, wenn Ihr anschließend von Heiratswilligen kontaktiert werdet … 😉

Bevor wir unsere Schweiz verlassen, möchte ich noch auf die Holsteinische Seenplatte hinweisen, die uns die Eiszeit hinterlassen hat und die man am Besten auf einer Schifffahrt erlebt. Auf dem Plöner See sieht man dabei unweigerlich das Plöner Schloss, auf dem Eutiner See das Eutiner Schloss.

Es sind 2 der wenigen Schlösser, die mir die vergangenen Jahrhunderte hinterlassen haben, doch ich liebe sie alle – sei es Schloss Gottorf mit seinen unheimlichen Moorleichen, das Schloss Ahrensburg oder das idyllisch gelegene Wasserschloss Glücksburg.

 

Dass die meisten Schlösser an meiner Ostküste stehen, hat sicher auch den Grund, dass die Westküste weit stärker den Naturgewalten ausgesetzt ist. Die steife Brise, die uns meist aus westlicher Richtung ins Gesicht pustet, wissen wir heute jedoch geschickt für die Stromerzeugung einzusetzen.

In den vergangenen Jahrhunderten haben Sturmfluten das Gesicht der Westküste häufig verändert und auch heute noch sind diese Kräfte am Werk, die z.B. die Gestalt der Insel Sylt verändern. Die zweite Marcellusflut von 1362, auch de grote Mandrenke genannt, hat nicht nur Tausende das Leben gekostet, sondern hat auch eine Region vernichtet, die als die Uthlande bekannt war. Sagenumwoben ist noch heute die untergeganene Stadt Rungholdt, deren Überreste noch heute im Wattenmeer gefunden werden.

 

Die Marschöden an der Westküste sind äußerst fruchtbar, sie lassen Getreide, Raps und vor allem Kohl in großen Mengen sprießen. Vor allem die Dithmarscher haben einen besonderen Bezug zu ihrem Kohl – auf dem größten Marktplatz Deutschlands in Heide finden einmal im Jahr die Kohltage statt, wo Kohlspezialitäten gegessen und die Kohlregentinnen gekührt werden, wo gefeiert wird und natürlich das Dithmarscher Pilsener getrunken wird.

 

In Arbeit…